Hausnummer: Edelstahl oder Acryl?
Deine neue Hausnummer soll gut lesbar, wetterfest und schön anzusehen sein – doch bei der Frage Hausnummer Edelstahl oder Acryl tun sich viele Hausbesitzer schwer. Beide Materialien haben in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen, unterscheiden sich aber deutlich in Optik, Preis und Pflege. Eine Hausnummer Edelstahl wirkt klassisch-elegant und ist extrem robust, während eine Hausnummer Acryl beleuchtet durch ihren modernen, fast schwebenden Look überzeugt. Wir zeigen dir, welches Material zu welchem Haustyp passt, was du preislich einplanen solltest und worauf du bei Beleuchtung und Pflege achten musst.
Hausnummer aus Edelstahl: Eigenschaften und Vorteile
Edelstahl-Hausnummern werden fast immer aus rostfreiem V2A-Stahl gefertigt – ein Material, das Regen, Frost und UV-Strahlung über Jahrzehnte problemlos übersteht. Die Ziffern sind entweder ausgeschnitten, aufgesetzt oder graviert, oft kombiniert mit einer gebürsteten Oberfläche oder einer Pulverbeschichtung in Anthrazit (RAL 7016), die besonders gut zu modernen Fassaden passt.
Langlebigkeit und Stabilität sind die größten Argumente für Edelstahl: Das Material verzieht sich nicht, verblasst nicht und übersteht auch Hagel oder starken Wind ohne Schaden. Dafür ist es etwas schwerer als Acryl und meist nicht beleuchtet – es sei denn, du kombinierst es mit einer separaten Wandleuchte daneben.
Die meisten Modelle sind zwischen 2 und 4 mm dick und werden entweder mit zwei Schrauben direkt an der Fassade befestigt oder mit doppelseitigem Montageklebeband für glatte Untergründe wie Putz oder Beton. Bei Klinker- oder Natursteinfassaden ist die Schraubmontage meist die sicherere Wahl, da das Klebeband auf porösen Oberflächen schlechter hält.
Ein gutes Beispiel ist das Flovis Hausnummernschild, das mit seiner klaren, reduzierten Formensprache sowohl an Backstein- als auch an Putzfassaden gut aussieht.
Hausnummer aus Acryl: Eigenschaften und Vorteile
Acryl-Hausnummern bestehen aus satiniertem Acrylglas, häufig mit einem 3D-Effekt: Die Ziffern sind aufgesetzt oder in mehreren Schichten aufgebaut, sodass ein Schatten entsteht und die Nummer auch bei Tageslicht plastisch wirkt. Nachts kommt der eigentliche Vorteil zum Tragen – als Hausnummer Acryl beleuchtet strahlt das satinierte Glas das Licht gleichmäßig ab, statt einzelne LED-Punkte zu zeigen.
Acryl ist deutlich leichter als Edelstahl, dadurch einfacher zu montieren, und wirkt insgesamt minimalistischer. UV-stabiles Acrylglas vergilbt bei guter Qualität kaum, ist aber empfindlicher gegenüber Kratzern und Scheuermitteln als Metall.
Bei der Herstellung wird die Ziffernfolie meist zwischen zwei Acrylglas-Schichten laminiert oder als separate Ebene aufgesetzt, wodurch der 3D-Effekt entsteht. Die LEDs sitzen dabei häufig am Rand der Platte und leiten das Licht über die gesamte Fläche, sodass keine einzelnen Lichtpunkte sichtbar sind, sondern ein gleichmäßiger Schein entsteht.
Ein Modell wie das Mativa Hausnummernschild zeigt diesen Look gut: schlicht, hell und dank der Beleuchtung auch aus einigen Metern Entfernung im Dunkeln ablesbar.
Preisvergleich: Was kostet welches Material?
Beim Preis liegen beide Materialien näher beieinander, als man zunächst denkt:
- Unbeleuchtete Edelstahl-Hausnummer: meist ab etwa 25–40 €, je nach Größe und Verarbeitung.
- Beleuchtete Acryl-Hausnummer: meist ab etwa 35–50 €, da Elektronik und Netzteil oder Solarmodul dazukommen.
- Design-Modelle mit Zusatzfunktionen (z. B. Bewegungsmelder oder größere Formate): oft im Bereich von 45–60 €.
Zum Vergleich: Modelle wie das Flovis Hausnummernschild oder das Mativa Hausnummernschild liegen mit 39,95 € genau in diesem üblichen Mittelfeld. Wer zusätzliche Beleuchtungsfunktionen möchte, zahlt in der Regel einen kleinen Aufpreis – der sich aber schnell durch bessere Sichtbarkeit am Abend auszahlt.
Optik und Stil: Welches Material passt zu deinem Haus?
Edelstahl wirkt zeitlos und passt zu fast jedem Baustil – von der Altbau-Fassade mit Klinker bis zum klassischen Einfamilienhaus mit Putz. Es fügt sich unauffällig ein und wird selten als "zu modern" empfunden.
Acryl dagegen spielt seine Stärken bei klaren, minimalistischen Fassaden aus: Bauhaus-Architektur, moderne Putzfassaden oder Häuser mit viel Glas und Beton profitieren von der schwebenden, leuchtenden Optik. Ein Modell wie das Numia Hausnummernschild zeigt, wie reduziertes Design und Beleuchtung zusammenspielen können.
Mehr Inspiration zur Gestaltung findest du auch im Beitrag Hausnummernschild: Material & Beleuchtung, in dem wir weitere Kombinationen aus Material und Lichtquelle vorstellen.
Beleuchtung: Worauf du bei einer Hausnummer Acryl beleuchtet achten solltest
Da Acryl-Modelle fast immer mit LED-Beleuchtung kommen, lohnt sich ein Blick auf die technischen Details:
- Lichtfarbe: Warmweiß (rund 3000 K) wirkt einladender als kaltweißes Licht und passt besser zu Hauseingängen.
- Schutzart: Für den Außenbereich sollte die Beleuchtung mindestens IP44 aufweisen, bei exponierter Lage (viel Regen, Spritzwasser) besser IP65.
- Stromversorgung: Viele Modelle laufen über ein kleines 12-V-Netzteil, manche solarbetrieben – praktisch, wenn keine Steckdose in der Nähe ist.
Wie die einzelnen Optionen sich im Alltag schlagen, erklären wir ausführlich im Kaufguide zur beleuchteten Hausnummer. Die passenden Modelle findest du gesammelt in der Kategorie Hausnummern.
Pflege und Langlebigkeit im Vergleich
Edelstahl benötigt kaum Pflege: Ein feuchtes Tuch mit mildem Spülmittel reicht, um Staub oder Pollen zu entfernen. Bei starker Verschmutzung helfen spezielle Edelstahlreiniger, aggressive Scheuermittel solltest du aber vermeiden, um die Oberfläche nicht zu verkratzen.
Acryl ist grundsätzlich unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, reagiert aber empfindlicher auf Kratzer. Am besten reinigst du es mit einem weichen Mikrofasertuch und klarem Wasser, ganz ohne Scheuerschwamm. Bei guter Materialqualität hält eine Acryl-Hausnummer viele Jahre, ohne spürbar zu vergilben.
Bei beleuchteten Modellen lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Kontakte des Netzteils: Nach dem Winter solltest du kurz prüfen, ob sich dort Feuchtigkeit oder Kondenswasser gesammelt hat, besonders wenn die Hausnummer stark der Witterung ausgesetzt ist.
Unsere Empfehlung: Edelstahl oder Acryl?
Es gibt kein pauschal "besseres" Material – die Entscheidung hängt von deinem Haus und deinen Prioritäten ab:
- Du möchtest maximale Robustheit und einen zeitlosen Look? Dann ist eine Hausnummer Edelstahl die sichere Wahl.
- Dir ist gute Sichtbarkeit am Abend wichtig und du magst moderne Optik? Dann punktet eine Hausnummer Acryl beleuchtet.
- Du willst beides kombinieren? Manche Modelle verbinden einen Edelstahlrahmen mit satinierten Acryl-Ziffern und LED-Hinterleuchtung.
Am Ende zählt vor allem, dass die Nummer bei Tag und Nacht gut lesbar bleibt – das erleichtert nicht nur Besuchern, sondern auch Rettungsdiensten und Lieferdiensten die Orientierung. Nimm dir vor dem Kauf am besten kurz Zeit, um die Fassadenfarbe und den vorhandenen Lichteinfall an deinem Hauseingang zu betrachten: Ein dunkler Hintergrund lässt eine helle Acryl-Hausnummer besonders gut zur Geltung kommen, während Edelstahl auf fast jedem Untergrund für einen ruhigen Kontrast sorgt.
Häufige Fragen
Ist eine Hausnummer aus Edelstahl wirklich rostfrei?
Ja, sofern es sich um V2A- oder V4A-Edelstahl handelt. Dieser rostet auch bei dauerhafter Witterung nicht, kann bei sehr aggressiver Umgebungsluft (z. B. Küstennähe) aber leichte Flugrostspuren zeigen, die sich abwischen lassen.
Wie lange hält eine beleuchtete Hausnummer aus Acryl?
Bei guter Qualität und UV-stabilem Material hält eine Acryl-Hausnummer viele Jahre, ohne zu vergilben. Die Lebensdauer der LED-Beleuchtung liegt je nach Nutzung meist deutlich über zehn Jahre.
Ist Acryl bei Wind und Wetter genauso stabil wie Edelstahl?
Acryl ist leichter und etwas flexibler als Edelstahl, aber bei fachgerechter Montage ebenfalls sehr witterungsbeständig. Edelstahl bleibt jedoch das stabilere Material bei mechanischer Belastung, etwa bei Hagel.
Muss eine Hausnummer überhaupt beleuchtet sein?
Das ist je nach Bundesland und Gemeinde unterschiedlich geregelt. Informiere dich am besten bei deiner Kommune, ob an deinem Standort eine Beleuchtungspflicht besteht.
Was kostet eine hochwertige Hausnummer im Durchschnitt?
Je nach Material, Größe und Beleuchtung liegen die Preise meist zwischen 25 € und 60 €. Modelle mit zusätzlichen Funktionen wie Bewegungsmelder können etwas darüber liegen.
